END OF GREEN - Leipzig/Werk 2 -  21.10.2017

Es war ein verregneter Samstagabend, aber im Leipziger Werk 2 heizten End Of Green und der Support Undertow gut ein.

Undertow gaben sich alle Mühe, den Abend mit Spiellaune zu eröffnen. Es war nicht zu verbergen, dass das Publikum eigentlich nur auf den Auftritt von End Of Green wartete, denn die Interaktion und der Applaus fielen doch recht verhalten aus. Auch klang für mich die Akustik nicht perfekt. Besonders das Mikro vom Undertow Sänger Joschi Baschin schien übersteuert. Schade, da er eine kräftige Stimme hat, die keine bis zum Anschlag aufgedrehten Regler benötigt.

Ein absoluter Höhepunkt war, als Michelle Darkness die Bühne betrat und zusammen mit Undertow den melancholischen Song "Beyond Dreaming" darbot.

Für End Of Green war es das zweite Konzert der Tour an diesem Abend. Obwohl die Band gesundheitlich angeschlagen, Bassist Rainer sogar ganz ausfiel, waren sie doch gutgelaunt und hochmotiviert, spielten einen Mix aus alten und neuen Songs.

Erstaunlich ist immer wieder die Range in der Stimme von Michelle. Diese Bandbreite zwischen tiefen, rauhen und den hohen, einschmeichelnden Tönen eröffnet eine unglaubliche Stimmgewalt. Damit kann er sich einreihen zwischen international erfolgreichen Bands mit ebenso starken Sängern, Parallelen zu Jyrki von The 69 Eyes, Sven Friedrich - Zeraphine bzw. Dreadful Shadows oder der bereits verstorbene Peter Steele, Ex-Type O Negative, kann man nicht abstreiten. Auch litt weder die gesangliche als auch die musikalische Qualität während der zwei Stunden Spielzeit. Zwischendurch gab es kleine Anekdoten und Aufforderungen an das Publikum, wenn es zu ruhig geworden war.

Alles in Allem war es ein grandioses Konzert, unterhaltsam, mit einer ausgewogenen Setlist. Die Band überzeugte mit Sympathie und Professionalität.

Unser besonderer Dank geht an Gitarrist Michael, der uns den Besuch und vor allem die Gelegenheit zum Fotografieren ermöglicht hatte.

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